Montag, 23. September 2013

Unabhängig von Tampon und Co.

Oder, über die Vorzüge der freien Menstruation


 In diesem Beitrag geht es um die Kunst der freien Menstruation. Frei deswegen, weil man sich unabhängig von Hygieneartikeln macht, Menstruationsschmerzen senken kann und uns Frauen ein großes Stück Selbstkontrolle zurück gibt. Warum aber ist das erstrebenswert? Und vor allem, wie wird es gemacht?









Das Warum
 Quelle: Lisa Trauer


Zuerst einmal, wäre da die horrende Summe an zusätzlichem Müll zu nennen, die eine Frau in ihrem Leben durch die Verwendung von eben jenen Menstruationsartikeln auftürmt.
Jede Frau benutzt durchschnittlich ca. 17.000 Tampons oder Binden in ihrem Leben. Da kommt, bei allen Frauen der westlichen Welt, deren konsumell manipulierter Lebensstil gar keine Alternative aufweist, ne ganze Menge zusammen.
Was es also allein bedeutet Hygieneartikel zu verwenden, die zur Wiederverwendung konzipiert sind, kann man an dieser Zahl sehen.
Damit meine ich natürlich Menstruationstassen und waschbare Baumwollbinden. Diese beiden Alternativen sind ihrer Konzeption wegen, dem beliebten Tampon in allen Punkten vorzuziehen, dazu aber in einem anderen Artikel mehr.

Hinzukommt, dass das Zeug, ich meine hier vor allem die herkömmlich zu kaufendenen Artikel, aus bedenklich gezüchtetem Pflanzenmaterial besteht. 
In diesem Artikel habe ich das mal ein bisschen zusammen gefasst und zeige noch andere Alternativen auf:
Mülldeponie Vagina
Nachträglich werden ebenfalls Stoffe eingefügt, die der empfindlichen Vaginalflora schaden können. Duftstoffe zum Beispiel, oder geruchsneutralisierende Chemikalien.
Dabei ist ja gerade die Verwendung solcher naturfernen Hygieneartikel, die so eine Geruchsbildung begünstigt.
Ich hatte zum Beispiel nach jahrelanger Tamponbenutzung immer mit viel übelriechendem Ausfluss zu kämpfen. War nicht schön. Nach Absetzen der Pille und Verwendung von waschbaren Naturbaumwollbinden, hat sich das innerhalb von ein paar Zyklen verflüchtigt. Nach mehreren Jahren Problemen.
Dazu aber in dem Artikel über natürliche Monatshygiene mehr (Link oben).

Außerdem steht die Ablehnung von Monatshygiene und die Zuwendung zu einem gänzlich davon befreiten Weg für eine Befreiung des Frauseins von determinierenden Alteingesessenheiten - nämlich, dass Frauen auf Monatshygiene angewiesen seien. Auch wenn das Benutzen von solchen Artikel selbst die meisten Frauen nicht mit Unwillen erfüllt, sind doch die allermeisten Frauen von ihrer Menstruation nicht sonderlich begeistert.
Wie traurig das ist, warum Menstruation etwas wunderbares ist und wieso dieses negativ behaftete Gefühl in den Frauenköpfen herumgeistert, darauf möchte ich in einem anderen Beitrag eingehen (den ich hoffentlich bald mal abtippen werde ;-)).
Ich empfand die Möglichkeit der freien Menstruation total befreiend. Viele fühlen sich mit ihrem Frausein generell bestraft und eingesperrt, vor allem was die Periode anbelangt. 
Diese so selbstverständliche, so notwendig angesehene Sache im Leben einer Frau wie das Kaufen von Monatshygieneartikeln, ist eine ausgemachte Halbwahrheit. Ist das nicht toll? Wir sind nicht auf Hilfskram angewiesen, der die Umwelt verschmutzt. Natürlich gibt es schöne Alternativen, aber selbst das kann unnötig werden, oder nur noch sporadisch nötig sein.

Frei von Auffangmaterielien zu bluten bedeutet ein Stück mehr Körperbewusstsein und – kontrolle. Wir lernen unsere Blase und den Darm zu kontrollieren, um die Inhalte in passenden Augenblicken abgeben zu können. Aber die Gebärmutter soll ihre Flüssigkeit einfach so, total willkürlich, nicht steuerbar abseien und man ist dem total ergeben? Wenn man das mal so betrachtet, ist es wohl leichter zu glauben das Menstruationsblut ebenfalls kontrolliert ablassen zu können. Den Gedanken fand ich damals, als mir die freie Menstruation das erste Mal begegnete, sehr spannend. Eine sich für so fortschrittlich haltende Menschengruppe, die (zwar nicht mehr öffentlich) imperialistische Gedanken auf der Grundlage von Überlegenheitsdenken hegt, sollte sich zumindest bewusst sein, dass andere, unterlegen geglaubte Menschen, ihnen in vielen Dingen weit voraus sind. Frauen sämtlicher Volksgruppen, die in weniger "entwickelten" Nationen leben, oder noch völlig naturverbunden sind, benötigen zum Bewältigen ihres Lebens dort, z.B. auch der Monatsblutung, keinerlei Hilfsmittel. Hoffentlich verlernen wir in den zukünftigen Jahren nicht auch noch die Blasenkontrolle und laufen mit teuren Kathetern oder Windeln herum, weil wir nicht mal auch nur dran denken, dass wir den Urin ja selbstständig, kontrolliert ablassen können. 

Als weiteren Grund, der die freie Menstruation für die meisten wohl am spannendsten macht, ist das sich bei vielen Frauen die Menstruationsschmerzen einstellen, wenn sie frei bluten. Gleich mehr dazu.

Natürlich ist das nicht für jeden was. Aber ich finde es wichtig, dass die Frauen dieser Welt, denen dieses so elementare Wissen abhanden gekommen ist (für alle anderen ist unverständlich wieso man für seine Tage etwas brauchen könnte dass das Blut abfängt, ungefähr so wie es für dich unverständlich wäre eine Windel zu tragen und dort hineinzumachen, obwohl die wunderbar selbst zur Toilette gehen kannst), wieder davon erfahren. Denn damit kannst du selbst entscheiden welchen Weg du gehen willst und was für dich am besten passt. Du bist nicht gezwungen einen einzigen Weg zu gehen, weil es keine Alternativen gibt und du gelernt hast, dass es auch keine andere Möglichkeiten gibt.

Meine Information habe ich aus dem Buch 'Regelschmerz ade! Die freie Menstruation: Methode ohne Binden, Tampons und Co' von Caroline Oblasser
Aber in dem Heftchen steht eigentlich auch nichts Besonderes.  Das Fazit lautet 'ausprobieren', einfach mal machen. ;-)

Ein schöner zusammenfassenden Artikel über die freie Menstruation.


Kommen wir also zu dem wichtigsten Teil, dem Teil des 'hä, wie solln das gehn???' :

Was du brauchst

eine Toilette und ungehinderten, ständigen Zugang




















etwas Zeit und Ruhe













eventuell eine Baumwollbinde zur Sicherheit (Kinder tragen beim Windeltraining schließlich auch Sicherheitswindelhöschen, oder?) oder auch etwas Toilettenpapier, das du in die Unterwäsche legst




Quelle: www.1bis3.de



Quelle: www.1bis3.de





eine etwas weitere Hose, zum Wohlfühlen






Das Wie 
Zuerst einmal ist es wichtig zu wissen, dass das Blut während der Menstruation nicht beständig aus der Gebärmutter rinnt.
Im Gegenteil, es wird in Perioden ausgestoßen. Das kommt daher, dass sich die ablösenden Schleimhautschichten zusammen mit dem helfenden Blut erstmal über dem Muttermund sammeln. Zu dieser Zeit im Zyklus ist der Muttermund sehr fest und zusammengezogen, außerdem ist die Öffnung ziemlich geschlossen, zumindest die obere Öffnung zur Gebärmutterhöhle. Durch das sich sammelnde Volumen wird der Muttermund irgendwann aufgedrückt und das Menstruationsblut fließt in einem Schwall hinaus, ähnlich einer sich öffnenden Schleuse. 













Durch diesen Sammelnvorgang enstehen bei vielen Frauen übrigens die krampfartigen Schmerzen.
Erstens durch das Drücken der wachsenden Blutmenge, die ähnlich einem Kindskopf während der Geburt auf den Zervix drückt. Zweitens durch die Kontraktionen der Gebärmutter selbst, die beim Öffnen des Muttermundes helfen möchte. Bei vielen Frauen muss sich nämlich erst ziemlich viel Blut vor dem Tor sammeln, bis sich der Muttermund öffnet. Einfach weil wir unbewusst so angespannt sind. Vor allem in dieser Zeit, da wird mir wohl keiner widersprechen, oder? :) Allein die Panik, wenn man grad keinen Tampon dabei hat....

Jedenfalls gibt es dann im Uterus einen kleinen Stau, der das Abschälen einer neuen alten Endometriumsschicht verhindert, was Madame Gebärmutter nicht so gut findet. Alles was alt ist, soll nämlich schnellst möglich raus. Also kontrahiert sie, wie während der Geburt, natürlich in viel geringerem Ausmaß, aber der Mechanismus ist der selbe. Im Muttermund befinden sich nämlich Rezeptoren, die auf erhöhten Druck mit der Weitstellung desselbigen reagieren. Natürlich sehr langsam, denn es sind ja nur kleine, wehenähnliche Kontraktionen.

Jetzt verhält es sich so, dass wir Frauen den Muttermund bedienen können. Natürlich nicht im Kellnerrock, nein, wir können ihn ansteuern, die Öffnung weit machen, aber auch enger machen. Fantastisch, was?
Viele Anatomen werden das wohl verneinen und etwas von quergesteifter und glatter Muskulatur faseln, was belegen soll, dass manche Muskeln (nämlich glatte), nicht willentlich steuerbar sind. 
Innere Organe und Schließmuskeln bestehen aus diesem glatten Muskelgewebe, das über Impulse des vegetativen Nervensystems und über Hormone beeinflusst wird (unbewusste Vorgänge).
Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion starten und mir liegt es fern jemandem sein Wissen abzusprechen, Fakt ist allerdings, dass es funktioniert. Bis zu einem gewissen Grad ist fast jede Frau dazu in der Lage ihren Muttermund anzuspannen und zu entspannen. 

 Um die Öffnung weiter zu machen, fühlt es sich ein bisschen so an, als würden wir beim urinieren nachdrücken. Das ist übrigens nicht zu empfehlen, weil es den großen Blasenmuskel total irritiert und zu Dyskoordinationen beim Wasserlassen führen kann. Also lieber beim Lulu machen davon absehen. Beim freien menstruieren allerdings ist es erlaubt und erwünscht und gar nicht schädlich.

Beim ausprobieren des Ganzen, solltest du während deiner starken Tage am Anfang beginnen, da ist einfach alles am besten zu spüren. Es spricht natürlich nichts dagegen an einem andern Periodentag anzufangen, es könnte nur etwas schwieriger zu erlernen sein, weil nicht mehr ganz so viel Blut fließt. Aber das bleibt dir überlassen.

Am besten startest du mit einem schönen, gemütlichen Toilettengang und entspannst dich. Natürlich frei von irgendwelchen innerkörperlichen Auffangartikeln für Menstruationsblut, aber ich denke so weit hast du schon mitgedacht.
hier ist das Becken nach hinten gekippt


Mir hilft es, wenn ich das Becken nach hinten kippe und den Po dadurch etwas mehr in die Öffnung der Toilette kippe, aber bei anderen wiederum klappt es besser mich nach vorne gekippten Becken und vorngelehntem Oberkörper. Probier es einfach aus. 







 


Du musst sowieso ein bisschen herumprobieren und spüren lernen, denn es gibt keinen einheitlichen Weg und für alle Frauen fühlt es sich etwas anders an.
Ich kann dir nur die Grundlagen aufzeigen und meine Erfahrung damit schildert, herausfinden musst du es letztlich allein. Aber du schaffst das.
Dann kannst du erst mal nachspüren, wie es sich anfühlt, wenn das Blut aus dir heraus rinnt.
Das klappt recht gut und man hat schnell ein Gefühl dafür. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde man urinieren, nur an einer anderen Stelle und mit viel weniger Druck.
Es kann helfen, wenn du dabei zu siehst. Manche Frauen stellen für diesen Schritt ihre Füße auf die Toilettenbrille und hocken sich über die Öffnung. So kann man das Blut auch herausrinnen sehen und hat eine visuelle Verknüpfung zu dem Gefühl. Das Entleeren an sich kann recht schnell vorbei sein, es kann aber auch etwas fünf bis zehn Minuten dauern. 

Sollte kein Blut rinnen, ist entweder dein Uterus nicht voll gewesen oder du bist nicht entspannt.
Ich habe am Anfang total missmutig auf dem Thron gehockt und es kam nichts. Erst wenn ich dann, noch missmutiger aufgestanden bin, lief es alles heraus und ich hab mich gefühlt wie der totale Idiot. Aber ich hab mir einfach zu viel Stress gemacht. Perfektionismus ist hier wirklich fehl am Platz. Blasenkontrolle haben wir auch nicht an einem Tag gelernt. Auch wenn das mit der freien Menstruation schon vorgekommen sein soll.:)
Jedenfalls ist eine entspannte Einstellung und ein entspannter Beckenbodenmuskel wichtig.
Einfach mal die untere Etage ganz los lassen. Keine Angst, das kannst du ansteuern. Was du anspannen kannst, kannst du auch loslassen. Es kann helfen ein paar Töne auszustoßen. Vor allem das 'aaaaaaaaaaaahhhh', öffnen den Beckenboden in die entleerende Haltung, die auch bei der Geburt wichtig ist. Und das wollen wir ja.

Letztendlich hat es bei mir funktioniert, als mein Freund mich wegen meiner verbissenen Haltung aufgezogen und damit zum Lachen gebracht hat. Dann floss es auf einmal. Seit dem ist allen tutti. 















Zweiter wichtiger Punkt beim freien menstruieren, ist das 'Voll sein' der Gebärmutter. Denn nur dann ist es nötig sich zur Toilette zu begeben und das Blut abzulassen.
Das ist nun der etwas vage Teil, denn für jeden Frau fühlt sich dieses 'voll sein' anders an. Bei mir hat sich das Gespür dafür erst nach ein paar Monaten des Praktizierens eingestellt.Es ist so vage, weil es es sich nicht eindeutig mit eindeutigen Adjektiven beschreiben lässt. Das ist letztendlich auch der Grund, wieso das Buch von Caroline Oblasser zwar nett, aber nicht sehr hilfreich ist.

Wenn du es nicht spürst, kannst du auch einfach vorbeugend ablassen, das funktioniert fast genauso gut.
Einfach einmal die Stunde, oder wenn du ein bestimmtes Gefühl hast, dass es so weit sein könnte, zur Toilette gehen, setzen, entspannen und leer laufen lassen.
Das Entspannen reicht manchmal schon, weil sich anscheinend durch die Entspannung der Muttermund öffnet, du kannst aber auch etwas nachdrücken, wie oben erklärt als ob du einen Urinstrahl verstärken möchtest. Oder du summst oder singst aaaaaaaa. Das sind auch Möglichkeiten. Du findest schon heraus was du tun musst.

Zurück zum 'Voll sein'. Bei mir ist das ein sehr subtiles Gefühl von Blasenfülle. Das ist mir nur aufgefallen, weil ich einmal kurz nachdem ich auf der Toilette war ohne viel Blut zu verlieren, wieder ein Gefühl bekam als hätte ich eine recht volle Blase. Dieselbe Reizung nur nicht so stark. Es kam auch dann wenig Pipi, dafür aber viel Blut. Nachdem Erlebnis achte ich auf dieses Gefühl und es dient mir ganz gut. Manchmal, und das ist vor allem nachts so, ist es aber auch ein subtiles Gefühl von Nässe und Weichheit. Das passiert, wie gesagt, vor allem nachts, wenn durch das Liegen das Blut nicht abgeflossen ist, sich aber angesammelt hat. Mein Körper hat sich darauf schon so eingestellt, dass mich dieses Gefühl von Weichheit, als hätte meine Vagina in der Tiefe an Kontur verloren, nachts ungefähr zwei Mal weckt. Aber nur in den ersten zwei Nächten, dann blute ich nur noch ganz wenig.

Manchmal allerdings merke ich erst dass ich mich entleeren muss, wenn es schon fast zu spät ist. Aber eben erst fast zu spät, da muss dann nur schnell eine Toilette her.
Das ist ein Gefühl dass ich schon von der Benutzung der Baumwollbinden kannte. Das Gefühl ganz viel Blut in der Vagina herunterrinnen zu spüren.
Lustigerweise rinnt bei diesem Gefühl noch gar nichts, ist aber kurz davor. Das Gefühl kennen ziemlich viele Frauen schon vor der freien Menstruation. Vielleicht kennst du es auch schon.

In diesem Stadium können viele Frauen den Muttermund verschließen und das Blut noch länger in ihrem Körper behalten. Das ist die Königsdisziplin der freien Menstruation. Allerdings muss man das nicht Können, um frei zu menstruieren. Es ist nur praktisch, wenn man nicht immer eine Toilette zu Verfügung hat. Ich kenne jemanden der das beherrscht. Sie kann das Blut noch bis zu einer Stunde in ihrem Körper behalten, ohne sich sonderlich anzustrengen.

Ich habe versucht dieses Schließen anzusteuern, in dem ich den gesamten Beckenboden anspannte oder auch nur innerkörperlich den Vaginalkanal nach innen oben zog. Vor allem das erste war anstrengend und tut es nicht. Was ja aber gut ist, denn die anzusteuernde Bewegung ist nicht anstrengend. Die Bekannte berichtet von einer ganz feinen Bewegung, die fast nur gedacht ist und sie geht tatsächlich nach innen oben.
Nun, ich muss sagen, dass ich nicht weiß, ob ich das Zurückhalten des Blutes beherrsche. Ich glaube mittlerweile bin ich zu ein bisschen Herauszögerung imstande, aber nicht sonderlich lange. Außerdem neige ich dann dazu mich zu verkrampfen und damit verliere ich jegliche Kontrolle.

Meine Erfahrung wollte ich dennoch hier offenbaren, denn wie ihr seht, ist es auch ohne das bewusste zurückhalten des Blutes möglich, vollkommen ohne auffangende oder aufsaugende Artikel zu bluten. Da ich es nicht vollkommen beherrsche, benutze ich zusätzlich immer eine Binde. Das schöne ist nur, dass ich jetzt mit zweien, maximal dreien über die gesamte Blutung auskomme und nicht mehr so viel waschen muss. Früher habe ich viel mehr gebraucht.

Das Ablassen des Blutes ist oft der Moment, in dem manche Frauen ihre Regelkrämpfe nachlassen spüren. Natürlich ist das keine Garantie. Oftmals sind diese Schmerzen durch etwas anderes bedingt als durch die Kontraktion der Gebärmutter wegen der Fülle an Blut, die auf den Zervix drückt. Bei denen allerdings, deren Gebärmutter genau deswegen krampft, ist die freie Menstruation ein schönes Linderungsmittel.

Ich finde, wenn den jungen Mädchen in der Schule von der Blutung erzählt wird und sie den Umgang mit Tampons und Binden lernen, sollte ihnen auch diese Möglichkeit vorgestellt werden. Einfach damit sie davon erfahren und sich entscheiden können.
Natürlich ist das nicht wirklich im Interesse der Tamponindustrie. Aber seit wann gleichen sich die Interessen irgendeiner Industrie mit denen der Menschen...
Der Gedanke, dass ein Wirtschaftszweig daran verdient, dass ich nicht bis ins kleinste Detail über meinen Körper Bescheid weiß, der erfüllt mich sowieso mit Unbehagen.
Von den vielen Nachteilen der Tampons einmal ganz abgesehen, die in keiner Relation zu dem Vorteil stehen, der immer so angepriesen wird.
Viel Spaß beim ausprobieren!

Wenn du selbst freie Menstruation praktizierst, oder es ausprobiert und erste Erfahrungen gesammelt hast, würde ich mich sehr freuen, wenn du mal bei meinem Aufruf vorbei schauen würdest. Ich plane nämlich ein Buch über die freie Menstruation und würde wirklich wahnsinnig gern Erfahrungsberichte mit einbeziehen, da gerade die Erfahrungen vieler verschiedener Frauen so ein Wissen so wertvoll macht. Das einzige Buch, das es bisher zu dem Thema gibt, finde ich nämlich nicht wahnsinnig hilfreich. 
Also, falls ihr einen Impuls haben solltet, zu dem Thema etwas beitragen zu wollen, würde ich mich sehr, sehr freuen! 

Fühlt euch lieb gegrüßt

Eure







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Kommentare:

  1. Erst einmal Danke für dein liebes Kommentar auf meinem Blog!
    Wirklich interessanter Artikel,aber ob ich das so hinbekommen würde wie du es beschrieben hast.
    Ein Versuch wäre es bestimmt mal wert!

    Liebst,
    Lea

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  2. interessant, habe mich mit sowas vorher noch gar nicht beschäftigt.. bzw wusste gar nicht, dass es so etwas "gibt"^^

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  3. Hallo,

    toller Beitrag. :)
    Bei meiner letzten Periode habe ich auch frei menstruiert, ich muss aber gestehen das ich "bewusst" gar nichts anspanne. Ich weiß auch nicht ob ich es direkt zurückhalten könnte wenn ich dieses "rinnende" Gefühl bekomme. Aber in der ganzen Zeit gingen nur 2 Tropfen in die Unterhose und ich empfinde das als wirklich grandios! Ich nutze aber auch ausgiebig das Klo auf Arbeit.
    Ich empfinde es wirklich als befreiend und angenehm. Keine Schmerzen beim Tampon einführen, keine miefenden Binden. Nur zu empfehlen.

    Liebe Grüße
    Ryhinara

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    1. Hallöchen Ryhinara,

      wunderbar dass du für dich den schönen Weg gefunden hast. Dass du dich überhaupt getraut hast ihn zu suchen.
      Ich muss ehrlich sagen, dass ich bewusst auch nichts anspanne. Das hab ich ja auch versucht im Text zu schreiben.
      Daher weiß ich auch, dass es nicht anstrengend ist, bzw. dass wenn irgendwas weh tut, was falsch gemacht wird.
      Ich selbst kann ebenfalls nichts zurückhalten, aber eine Freundin von mir beherrscht das und sie berichtet eben von einem ganz subtilen Gefühl eines inneren Hochziehens, das wohl aber nicht muskulär durchgeführt wird.
      Ich denk dass jede Frau da ihre eigene Art hat und das ist auch wundervoll so!

      Wahnsinn dass du es gleich beim ersten Man so toll hinbekommen hast.
      Ich sag immer, es ist total egal, ob es gleich funktioniert, oder nicht, aber es ist bestimmt ein tolles Gefühl völlig ohne 'Hilfe' auskommen zu können. Einfach total weiblich und selbstbestimmt.
      Ich denke dieses Gefühl muss man erlebt haben. Frauen die daran grundsätzlich kein Interesse haben, kann man wohl auch schlecht vermitteln, was daran so toll sein soll.

      Ich freue mich unheimlich für dich. Danke dass du das mit mir und allen anderen Leserinnen geteilt hast.

      Fühl dich lieb gegrüßt.
      Freya

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  4. Hallo!

    Klingt echt interessant! Da ich denke, dass ich ein ganz gutes Gespür für meinen Körper haben, möchte ich das gerne mal ausprobieren. Hätte da nur noch eine Frage: Funktioniert es auch, wenn man extrem starke Blutungen hat oder verbringt man dann die meiste Zeit des Tages aufm Klo? So als Definition von stark: die ersten 2 Tage alle 2-3 Stunden einen vollgesogenen, superdicken Tampon wechseln...
    und wie geht das bei euch in der Nacht, wenn man nicht ständig aufs Klo kann?

    Lg
    Lhiannon

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    1. Hallo Lhiannon,

      danke für deinen Kommentar. Also frei kann man nur menstruieren, wenn man überhaupt menstruiert. Das heißt ein gewissen Blutfluss ist schon mal die Voraussetzung.
      An meinen schwachen Tagen bin ich auf meine Baumwollbinden angewiesen, denn da hab ich null Kontrolle.

      Ich kann dir leider nicht genau sagen wie das bei dir abläuft, ich kann dich nur ermutigen es auszuprobieren. Am besten du fängst an, in dem du einfach auf die Toilette gehst und dich entspannt und schaust wie viel aus dir heraus läuft.
      Vielleicht hast du damit ja auch schon Erfahrung? Es ist meist wirklich so, dass das Blut in Intervallen läuft. Ich denk, je mehr Schleimhaut mit Blut ausgespült wird, desto kürzer sind die Pausen dazwischen, aber das ist bestimmt keine Regel.
      Das ist das Schöne an uns Frauen. Wir sind alle anders! Deswegen ist es so schizophren uns generalisieren normalisieren zu wollen. Da gibts keine Norm!

      Ich hab, als ich davon noch nichts wusste, immer bemerkt, dass Blut an der Keramik der Toilette war, nachdem ich pullern war. Vielleicht kennst du das auch.

      Wie gesagt. Probier es einfach aus. Tampon raus und aufs Klo ;-) Und sitzen uns abwarten und schauen und spüren. Nimm dir dafür Zeit. Lies einfach Buch, oder nimm jemanden mit der dir Witze erzählt.
      Anfangs war ich so gespannt, dass ich mich verspannt hab ohne es zu spüren. Es fing dann immer an zu laufen sobald ich mich von der Toilette erhob. Das war vielleicht frustrierend. Erst als mein Freund mit im Bad war und irgendwas Blödes erzählt hat und ich abgelenkt war, lief es.
      Vielleicht leert sich bei dir das Blut das sonst 3 Stunden in den Tampon läuft in 5 min (5-10 min) und danach hast du länger Ruhe.
      Vielleicht läuft es stetiger, in kurzen Intervallen.
      Dann musst du natürlich entscheiden wie du es handhaben möchtest. Ich kann voll verstehen dass Umstände und auch Geduld da andere Vorstellungen haben =) Und nur auf der Toilette zu hängen ist auch nicht das Ziel der freien menstruation. Es geht einfach nur um das Wissen dass es zu kontrollieren ist ohne Abhängigkeit von Produkten die ein riesiges Unternehmen herstellt und die oft auch noch schädlich sind.

      Also, viel Spaß beim ausprobieren. Du kriegst das schon hin, schwierig ist es nicht, nur umständlich zu beschreiben, weil es viel mit Gefühl und Spüren zu tun hat.
      Aber falsch kannst du nichts machen =) Sieh es es lustiges Experiment!

      Wenn noch Fragen sind, kannst du sie mir gern stellen!

      Fühl dich lieb gegrüßt

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  5. ...hallo :-)...vor kurzem erst über die freie Menstruation gelesen...gestern eher unfreiwillig (ich war unterwegs und hatte nix dabei...ein Glück :-) ) ausprobiert und dabei geblieben...tolle sache...Schmerzen habe ich kaum (auch durch frühere körperliche Entgiftungen) und mein Gefühl für meinen Körper kann ich so weiter trainieren...danke für den beitrag...liebe Grüße...aiyana

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    1. Hallo liebe aiyana, das klingt spannend. Manchmal stellt uns das Leben witzige Weichen. Ich freu mich sehr für dich, dass dein gutes Köpergefühl dir ein Stückchen Unabhängigkeit verschafft hat. Einfach nur schön!

      Interessant dass du Entgiftung und weniger Schmerzen erwähnst, der Zusammenhang mit stärkeren Blutungen und mehr Schmerzen mit dem Ernährungszustand wird wirklich immer auffälliger. :) Danke für deinen Kommentar, es ist immer sehr hilfreich zu lesen, dass es wirklich funktioniert, vor allem für skeptische Einsteiger.

      Fühl dich ganz lieb gegrüßt
      Freya

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  8. Hallo,
    ich hätte auch mal eine Frage.... Ich bin leider von einer Blasenschwäche geplagt. Meinst Du, man könnte das freie Menstruieren trotz dieser Schwäche hinbekommen? Habe nur noch sehr wenig "Bezug" zu meinem Beckenboden. Obwohl mir mein Gefühl sagt, das es nicht so schlimm wäre... Aber seit langem hat sich schon die Psyche dazugeschaltet. (übrigens erst nach meiner ersten Geburt!) Also beim pieseln anhalten kann ich gar nimmer. Außerdem weiß ich bei Übungen ja gar nicht, ob ich irgendwas richtig anspanne, weil....schwierig zu erklären. Weißt Du darüber vielleicht was. Denn ohne grundsätzliches Gefühl da unten, werde ich wahrscheinlich nie frei Menstruieren können.
    Und: Dank Dir hab ich mir jetzt grade Stoffbinden besorgt und freu mich schon riesig drauf. Denn ich habe jetzt meine zweite Blasenentzündung und ständigen Ausfluss. Vielleicht tut sich da dann auch was. Über eine (hoffentlich) helfende Antwort würd` ich mich sehr freuen. Auch bezüglich des Beckenbodens..... :-)
    Herzliche Grüße
    Mohnblume

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    1. Hallo liebe Mohnblume,

      also, erst Mal find ich es total mutig dich hier zu öffnen, das ist ja auch nicht immer leicht (wenn du mir lieber eine Mail schicken möchtest, die Adresse findet du bei 'über Freya'). Also grundsätzlich kannst du auch ohne starken Beckenboden frei menstruieren. Wie gesagt, es ist alles etwas nebulös zu umschreiben, aber ich versuch einigermaßen deutlich zu machen dass das Zurückhalten (wenn man es denn kann), keine anspannende Bewegung ist, schon gar nicht die, die du beschreibst, wenn man beim pullern den Strahl unterbricht.
      Ich könnte dir lange Abhandlungen über kleine Spürübungen schicken, aber das spar ich mir hier, lass dir aber gesagt sein, dass dein Beckenboden sich noch ganz toll erholen kann. Ist die Geburt denn schon lang her? Bestehen seit dem die Kommunikations'schwierigkeiten' mit deinem Beckenboden, oder was das schon vorher?
      Ich würd dir gern mal eine etwas längere Nachricht schreiben was das Thema Beckenboden betrifft. Aber nur, wenn du magst. ;-) Schreib mir also einfach eine Email, wenn du von mir zu gedröhnt werden möchtest.

      Also, zum freien menstruieren:
      1) Fluss brauchst du zum freien menstruieren, mach dir also da schon mal keine Sorgen. Bei mir klappts nur an den stärkeren Tagen. Vielleicht kannst du das freie menstruieren ein wenig währen deiner Blutung praktizieren und so ein wenig länger 'durchhalten'
      2) Ich kann dir nur raten, einfach mal ein paar Stunden im Bad zu verbringen, am besten wenn deine Binden da sind (toll! wo hast du sie denn gekauft? Ich war auch ganz aufgeregt, als meine endlich da waren), wenn du Lust hast und deine Tage hast aber selbstverständlich auch schon eher. Ich glaub das ist bei jeder Frau so individuell, damit meine ich wie viel sie spürt, wie sie etwas spürt und wie sie am besten damit umgeht. Aber das kriegt man schnell raus. Hab einfach keine Angst, wenn falsch machen kannst du nichts. Deswegen ist es gut mit Binden anzufangen, die saugen ja alles auf wenn was daneben geht. Vielleicht kennst du schon das Gefühl wenn das Blut aus dir heraus in eine Binde rinnt? Viele Frauen haben das durch die Benutzung von Tampons verloren, ist ja ganz klar, ich kannte es davor auch nicht. Versuch mal darauf zu achten. Manche kennen das auch vom Ausfluss.
      So ähnlich fühlt es sich an, wenn das Blut aus der Gebärmutter ausgestoßen wird. Das kommt daher, das es durch die erste Muttermundöffnung in den Gebärmutterhals läuft. Dann hast du noch 1-2 Minütchen, um die Toilette aufzusuchen. Und dann musst du dich nur hinsetzen und es laufen lassen. Meistens muss man dann auch nichts drücken oder öffnen, sondern einfach laufen lassen. Ist es viel Blut, merkt man richtig wie es in einem Schwall herausläuft, ist es weniger, muss man oft sogar hinschauen um zu sehen ob etwas läuft. So könntest du ganz entspannt anfangen. Einfach mal sehen, ob beim Sitzen über der Toilette etwas läuft.
      Dann kannst du ausprobieren, wie lange das anhält. Geh einfach ein paar Mal auf die Toilette und schau ob was kommt oder nicht.
      Ehrlich gesagt, läuft das bei mir auch nicht anders. Ich hab meine Stoffbinden und wenn ich auf die Toilette geh zum Pullern, sehe ich danach, dass auch Blut abgelassen wurde.
      War ich eine ganze Weile nicht auf der Toilette, dann merk ich entweder dass es bald Zeit wird (das Gefühl ich ganz schlecht zu beschreiben, irgendwie als wäre alles Innen Unten weich) oder ich krieg es nicht mit und merk erst, wie es schon am Herauslaufen ist (das ist ganz stark zu spüren, das ist bestimmt kein Problem für dich) und dann geh ich auf die Toilette.
      Dadurch, dass man sich aber die Zeit nimmt 'leer zu laufen', kann es sein, dass du ganz viel Blut über diesen Weg abgeben kannst und dich nicht mehr so viel zu kümmern brauchst, dass du nicht aufläufst, oder überläufst und von der starken Blutung gar nicht mehr so viel mit bekommst.

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  9. Wirklich, probier es aus und zwar ganz, ganz ganz entspannt. Du kannst nichts falsch machen, du kannst dich nur durch Verspannung selbst ein wenig behindern. Aber auch das lässt mit der Weile nach, wenn du es anfangs nicht verhindern kannst (zwing dich mal selbst nicht angespannt zu sein, klappt meist nicht so gut), also mach dir um den psychischen Aspekt nicht all zu große Sorgen. Der Zauberspruch heißt: einfach mal machen.

    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig Hoffnung geben, ich seh das ehrlich ganz zuversichtlich und gar kein großes Problem.
    Wie gesagt, ich kann prima Beckenboden auch nichts anspannend zurückhalten (es gibt aber viele die das können) und dennoch kann ich frei menstruieren, so frei, dass ich mit 2-3 Binden über die gesamte Zeit von 3-7 Tagen komme. Ich könnte auch mit einer auskommen, aber ich fühl mich gern frisch unten rum ;-) und wechsel sie deswegen obwohl sie noch lange benutzt werden könnten.

    Hast du vorher Tampons verwendet oder herkömmliche Binden? Wie gesagt, ich hab in meinen Teenagerjahren nur Tampons verwendet. Ich bin sehr früh in die Menarche eingetreten und hatte immer sehr mit Ausfluss zu tun, auch mit sehr übel riechendem. Das war mir sehr unangenehm. Seit ich die Binden verwende, da war ich 19, hat sich das total beruhigt. Ich hab das sogar erst später gemerkt, weil ich nur noch an bestimmten Tagen Ausfluss hatte. Was ja ganz normal ist, denn der Zervixschleim verändert seine Konistenz über den Zyklus, je nach Fruchtbarkeit.
    An den Tagen nach der Periode habe ich keinen Ausfluss und müsste die Unterwäsche nicht wechseln. Das kannte ich vorher nicht, da hatte ich so starken Weißfluss, dass ich manchmal zwei Mal am Tag die Unterwäsche gewechselt hab.
    Gewaschen habe ich mich auch jeden Tag. Jetzt bemerke ich auch nach 2/3 Tagen noch keinen Geruch an der Scheide. Jetzt, da ich die Wichtikeit des Kleinklima Vagina kenne und wie es durch heutige Monatshygiene gestört wird, versteh ich den Zusammenhang natürlich.
    Also, ich kann dir sagen, hab da Geduld mit dir, deine Vagina wird es dir wirklich danken!
    Die Blasenentzündungen können auf jeden Fall auch damit zusammen hängen, ich würd das einfach mal abwarten, viel trinken und gut zureden ;-).
    Übrigens wollte ich schon lange einen Artikel über Blasenentzündungen bei Frauen, das komplexe Drumherum und ein paar 'Behandlungstips' schreiben. Ich denk dein Beitrag war der Anstoß den ich brauchte =) Ich danke dir sehr!

    Fühl dich lieb gegrüßt
    Freya

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  10. Hallo,

    bin vor kurzem auf deinen Blog gestossen und bin wahrlich begeistert! Um ehrlich zu sein, hab ich mich nie damit auseinandergesetzt, dass auch Ob's sehr viel Müll produzieren. War einfach ein notwendiges "Werkzeug". Dank deinen Blog hast du mir da etwas die Augen geöffnet. Bin somit gerade dabei mich mit der freien Menstruation vertraut zu machen...! Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich eigentlich begeistert bin wie einfach es ist. Jedoch fehlt mir noch das gewissen "Spüren", da ich automatisch bei jedem Klogang (trinke recht viel und gehe daher recht häufig auf die Toilette und auch Stuhlgang ist bei mir sehr häufig ;-)) Blut verloren habe! Aber trotzdem ist allein das Wissen, dass man eigentlich nicht ständig "ausläuft" schon sehr zufrieden stellend :-)! Ich freu mich sehr, dass ich deine Seite gefunden habe und du mir ein Stück weit die Augen geöffnet hast und ich wieder etwas dazulernen konnte!!
    DANKE :-D!
    Liebe Grüße
    Andi

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  11. Das ist ja unglaublich! Ich habe früher schon ausschließlich Schwämmchen benutzt, weil ich ich die viel besser vertragen habe als Tampons. Die letzten Jahre hatte ich mittels Pille im Langzeitzyklus so gut wir gar keine Periode. Jetzt musste ich wegen einer Thrombose die Pille absetzen und Gerinnungshemmer nehmen und blute dadurch in einem unfassbaren Ausmaß. Am schlimmsten (neben der Müdigkeit durch die Anämie, die lt. Arzt zum Glück noch nicht gefährlich ist) fand ich den Kontrollverlust über meinen Körper. Auf deinen Artikel bin ich auf der Suche nach alternativen Methoden zum fast stündlichen Wechsel von großen Wochenbettbinden gekommen.

    Und das irre ist: Ich konnte das auf Anhieb umsetzen, einfach so. Sowohl das Merken, wann ich "muss", das Loslassen, als auch das Einhalten, wenn keine Toilette in Reichweite ist (bisher habe ich das nicht länger als eine halbe Stunde ausgereizt, aber immerhin). Alles, was ich brauchte, war die Information, worauf ich achten muss und wie sich das anfühlt, und ich finde, du hast das super beschrieben.

    Mein Tipp zum Einhalten: Es ist tatsächlich nicht der Beckenboden, der z.B. bei Kegel-Übungen trainiert wird oder durch den man beim Wasserlassen stoppt, sondern subtiler. Ich kann's nur so beschrieben, dass das derselbe Impuls ist, den ich gebe, wenn ich beim Sex kurz vorm Orgasmus bin und ihn auslösen möchte. Insofern ist das Gefühl sogar ganz angenehm. :)

    Also: Herzlichen Dank für den Artikel! Es ist unfassbar, dass das kein verbreitetes Wissen ist unter Frauen in unserer Kultur. Ich bin über 40 und echt für vieles aufgeschlossen, und hatte davon noch nie gehört, und auch niemand, mit der ich seitdem darüber gesprochen habe. Ich werde die Methode auf jeden Fall weitertragen und auch auf deinen Text verweisen.

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  12. Hallo du Liebe, mich freut es so sehr, was sich da bei dir gedreht hat. Worte können nicht beginnen auszudrücken, wie schön für mich ist. Dafür und nur dafür schreibe ich diesen Blog.

    Und ich danke dir, dass du das hier geteilt hast, auch was deine eigene Empfindung und Umsetzung angeht. Das ist nicht nur für mich schön, sondern hilft vor allem anderen Frauen weiter. Danke!

    Und herzlichen Glückwunsch zum Absetzen der Pille. Ich denke mal, dass die starke Blutung nicht anhalten wird. Überleg mal, durch die Blutung wird allerhand gebunden, was unser Körper ausscheiden möchte. Ist das eine Weile nicht möglich, wird es eben eingelagert. Viele Frauen berichten, dass sie in die Breite gehen, wenn sie in die Wechseljahre kommen und ihre Blutung aufhört. Das kann damit zusammenhängen, dass nicht mehr einmal im Monat auf die Art 'aufgeräumt' wird.
    Dein Körper nutzt wahrscheinlich die Gelegenheit, jetzt mal Großputz zu machen. Vielen Frauen geht es so, wenn die die Pille absetzen und es ist deutlich häufiger und stärker bei denen zu verzeichnen, die sie ohne Pause durchgenommen haben. Das ist ja auch alles nicht schlimm, ich finde nur, dass mehr darüber aufgeklärt werden und nicht so entproblematisiert dargestellt werde sollte.

    Ich freu mich jeden Fall sehr für dich und wünsch dir viel Spaß beim weiteren fühlen.

    Ein Tipp: Vielleicht hilft es dir, ab MItte deines Zyklus', oder auch den ganzen Zyklus über jeden Tag ein Tässchen Frauenmanteltee zu trinken. Der Frauenmantel ist DAS Frauenkraut schlechthin und wirkt auf den weiblichen Zyklus ausgleichend und reinigend. Margret Madejsky hat in ihren Büchern viel über die Wirkweise des Frauenmantels geschrieben. Vielleicht macht dich das spontan ja an :)

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  13. Danke! Freya! Toll! So einen Artikel haben wir echt mal gebraucht!
    Alexandra

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  14. Liebe Freya,

    vielen vielen Dank für den tollen Artikel und deinen Blog.
    Ich bin vor ein paar Zyklen auf deinen Blog gestoßen und hatte ihn ziemlich schnell von vorne bis hinten durchgelesen. Ich verhüte seit etwa einem Jahr symptothermal, das kannte ich also schon. Ich finde es gerade deswegen großartig, dass du diese Methode hier vorstellst. Mir hat sie viel für das Körpergefühl und den Umgang mit Körperflüssigkeiten gegeben - viele Berührungsängste hatte ich da eh nie, aber inzwischen ist es für mich eine Mischung aus "interessant" und "ganz normal" geworden.
    Aber ganz ehrlich: Ich mag deinen ganzen Blog, weil er Themen sensibel aber ernst und konsequent anspricht und mir Alternativen zeigt - und nur mit Alternativen kann man wirklich entscheiden.


    Ich bin ursprünglich auf der Suche nach freier Menstruation ("Was ist das denn? Hört sich interessant an!") auf deinen Blog gestoßen. Gelesen, probiert.

    Ich habe dann relativ schnell feststellen dürfen, dass es zu Hause ganz "ok" funktioniert, ich aber gerne eine sinnvolle Vorlage hätte, einfach um entspannter zu sein und nicht alle zehn Minuten aufs Klo zu rennen.
    An der Uni ist die freie Menstruation noch gar keine Möglichkeit für mich. Ich kann mich nicht wirklich auf Programmierdinge oder andere Aufgaben konzentrieren, wenn ich damit beschäftigt bin, meinen Uterus "im Gefühl zu behalten".
    Dein Artikel über alternative Monatshygiene hatte mich relativ schnell von den konventionellen Tampons weggebracht (ich war damit sowieso nicht mehr allzu zufrieden, weil sie mir zunehmend die Scheide ausgetrocknet und deswegen noch mehr gefusselt haben, bzw. es ist mir einfach bewusster geworden als früher).
    Biotampons habe ich für mich als Dauermethode relativ schnell ausgeschlossen, weil sie etwas teurer sind und ich eher stark blute.
    Schlussendlich bin ich jetzt bei Menstruationstassen und meinem ersten Paar Stoffbinden gelandet. Das hält mir den Kopf frei, wenn ich ihn für die Uni oder Anderes brauche oder kein Klo in der Nähe ist, bzw. ich nicht alle halbe Stunde gehen kann.
    Wenn ich Ruhe habe, werde ich weiterhin die freie Menstruation üben - und sei es nur, um das Körpergefühl zu schulen.

    Alles, alles Liebe,
    Katja

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  15. Hi Freya, danke für den schönen Artikel!
    Habe vor ein paar Monaten zufällig festgestellt, daß ich meine Blutung ziemlich deutlich vorhersagen und "irgendwie kontrollieren" kann, seitdem verzichte ich vor allem wenn ich zuhause bin auf meine cup. Es hat mich sehr gefreut zu lesen, dass es tatsächlich eine "Methode" ist, die ich da in mir entdeckt habe, und dass andere das auch so handhaben:-) Mir reicht es, zur "Sicherheit" ein bißchen Klopapier in der Unterhose zu haben.
    Lieber Gruß
    K.

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  16. Hallo Freya,

    ich wolllte nur mal fragen, wie man so etwas wohl umsetzen kann, wenn man Vollzeit ( Einzelhandel/Verkauf) arbeitet, und nicht jede Stunde auf die Toilette kann; vor allem nicht spontan wenn man merkt "es wird Zeit".
    Ich kann es mir nur vorstellen in Verbindung mit (Stoff)binden und mächtig viel das rausläuft und nicht bewusst "geleert" werden kann.

    Ich benutze einen Cup, und bin damit auch sehr zufrieden. Bin nur gerade über einen Link auf deinen Post gestoßen und dies ist die Frage die mir im Kopf bleibt.

    Liebe Grüße,
    Nadine

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    1. Liebe Nadine,

      wenn ehrliches Interesse da ist (und es ist nicht schlimm sollte das nicht so sein), dann würde ich immer dazu raten, das ganz entspannt zu sehen. Gerade durch das Fließen, weil man es mal nicht schafft, nicht spürte, oder nicht kann, wird das Gespürt viel feiner. Und der Körper darin ökonomischer, ohne dass man bewusst daran arbeiten muss.
      Vollzeit im Sitzen arbeitende Frauen können, wenn sie nicht arbeiten, oder am Wochenende (oder anderen freien Zeiten), immer wenn sie zur Toilette schaffen einfach praktizieren und üben.
      Man sollte sich damit einfach keinen Stress machen.

      Hast du generell Bedenken dass Stoffbinden nicht genügend Saugkraft besitzen, um mit der Flüssigkeit klar zu kommen? Da kann ich dich beruhigen. Selbst wenn ich nicht frei menstruiere, benötige ich eine Stoffbinde am Tag. Die Saugkraft ist enorm. Je nach Binde und Hersteller natürlich. Und sollte man da Bedenken haben, kann die Binde ja einfach gewechselt werden, ähnlich wie du das mit deinem Cup machst.
      Die meisten können das allerdings in ihren arbeitenden/studierenden Alltag gut einplanen. Und wenn es mal nicht geht, dann gehts eben nicht. Deswegen ist es oft entspannter, wenn man eine Stoffbinde trägt.
      Liebe Grüße und ich hoffe das konnte deine Frage beantworten.

      Freya

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  17. Liebe Freya,

    vielen Dank für die Info!

    Ich habe in den letzten Monaten manchmal frei menstruiert, ohne vorher davon gehört oder gelesen zu haben. Ich hatte es für einen Zufall gehalten, aber jetzt bin ich neugierig und werde beim nächsten Zyklus üben.

    Nach der ersten Geburt habe ich schon mal lange darüber nachgedacht, dass die Industrie Unsummen damit verdient, uns Frauen alle möglichen Einlagen zu verkaufen: Binden, Tampons, Slipeinlagen, Wochenbetteinlagen (in viel zu großen Packungen! Ich hatte eine angefangene Packung von einer Freundin übernommen und nach zwei Geburten noch einmal weiter verschenkt!), Stilleinlagen, Einweg-Wickelunterlagen und Windeln. Ein Wunder, dass wir noch keine Sabbereinlagen vor dem Mund oder unter der Nase tragen müssen. ;-)

    Schlimm genug, dass wir so lange nicht bescheid wussten.
    Aber wir sollten dieses Wissen unbedingt an junge Mädchen weitergeben!
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass eine frei menstruierende Frau ihr Wissen und die Technik beim Gebären nutzen kann. Gibt es darüber Erfahrungen oder Studien?

    Liebe Grüße,
    Henriette

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    1. Liebe Henriette,

      danke dir für deinen Kommentar und den Input.
      Ich wusste nicht, dass in den Wochenbetteinlagen so viele drin sind, dass man die Packungen weiterverschenken kann. Aber es würde Sinn ergeben. Dann rechtfertigt einen höheren Preis und an Wochenbetteinlagen kann man ja nicht im periodischen Sinne viel verdienen, da eine Frau verglichen wenig Zeit Wochenbettausfluss hat :) .

      Unsere Körperlichkeit wird einfach verdrängt. Das hat viel damit zu tun, dass es generationenlang vor allem kirchlich mit Themen wie 'unrein' 'schmutzig' belegt war und das lebt immer noch in uns fort. Wir möchten einfach nicht damit konfrontiert werden, denn kriegen andere das mit befürchten wir so abwertend empfunden zu werden, dass wir von anderen ausgestoßen werden.
      Das ist sehr logisch und auch nicht schlimm, das geht jedem so. Wir müssen vielleicht einfach nur langsam bewusst werden und es bemerken, nur dann kann man sich irgendwann davon lösen. Aber so lang das unbewusst vor sich hin schlummert, können wir darüber manipuliert und an der Nase herum geführt werden. Im wahrsten Sinne des Wortes.

      Ich finde auch, dass wir das an unsere Töchter weitergeben müssen. Aber auch das ohne Stress und Druck. Die Mädchen bekommen ohnehin genug Druck.... und sie müssen auch ihre 'Fehler' machen und mit Tampons hantieren. Haben sie allerdings schon von ihren Müttern offen davon gehört und es vorgelebt bekommen, müssen sie nicht mehr so viel Vorarbeit leisten und so kann sich das verbreiten.
      Wir stecken in den Kinderschuhen und das ist manchmal traurig und frustrierend, aber besser als gar nichts, finde ich. Dafür wie das so lang lief und immer nicht läuft, machen wir Frauen das ganz gut :)

      Ich habe die Menstruation oft als 'kleine Geburt' betrachtet. Die unbefruchtete Eizelle wird ja immerhin auch über die Flüssigkeit abgegeben. Und es geht in wehenähnlichen Zuständen ab.
      Ich habe auch oft bemerkt, dass der Schmerz, wenn ich ihn verspüre, von der Intensität nicht mit andern Schmerzen vergleichbar ist. Und das Tönen da sehr gut hilft.
      Und Beckenkreisen und kalte Umschläge auf dem Unterleib und warme auf dem Kreuzbein. Ganz ähnlich läuft das bei der Geburt.
      Auf jeden Fall erhöht es das Bewusstsein für dei Vorgänge der Scheide und der Gebärmutter. Und das Körpergefühl, die Sensibilität. Ich denke auch dass man sein Leben lang für die Geburt üben kann, wenn man da einfach ohne Druck und Erwartungen und viel Sensibilität dran geht.
      Ich finde es schön, dass dir der Gedanke auch kam.

      Leider weiß ich nichts über eine Frau die frei menstruiert und geboren hat. Von Studien weiß ich auch nichts, aber ich vermute ganz stark, dass es keine geben wird.
      Es ist heute nicht mal wirklich bekannt, wieso Frauen überhaupt menstruieren (immerhin resorbieren andere Tiere die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut nach der fruchtbaren Phase wieder, außer ein paar Tierarten denen ein ähnlicher Mens Zyklus wie dem Menschen nachgesagt wird... die zeigen das aber spannender weise nur in Gefangenschaft, nie in freier Wildbahn; und eine Blutung ist in der Natur immer etwas gefährliches, da ein Feinde anlockt, Schwäche vermittelt und man wichtige Blutbestandteile verliert).
      Ich frage mich in letzter Zeit häufig, ob es wirklich 'normal' ist und nicht ein riesiges Massensymptom, ähnlich wie die steigende Zahl an Diabethes-Kranken. Es gibt immerhin Berichte von Frauen die nicht menstruieren und dennoch gesunde Kinder geboren haben.
      Aber wie auch immer, wir müssen uns auf jeden Fall damit befassen, vielleicht gehören solche Gedanken auch dazu.

      Ich bin jedenfalls gespannt auf meine eigenen Geburten. :)

      Danke für deinen Kommentar, mir bedeutet der Austausch viel, und es ist schön zu wissen, dass der Blog gelesen wird.

      Liebe Grüße
      deine Freya

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  18. Heute Regelschmerzen gehabt. Zu Hause geblieben. Viel über Menstruation gelesen, angefangen damit "Einstellung zu Menstruation" zu googlen. Dabei bin ich in einer tollen Welt gelandet, habe mir nen Cup und 6 Stoffbinden bestellt, dann hab ich den Tampon rausgenommen und frei menstruiert, klappt gleich am ersten Tag.

    Ich denke jetzt ganz viel nach, über diese miese Industrie, über die Gesellschaft, in der man jeden Tag gleich funktionieren soll und wir Frauen dabei unser wunderbares Gespühr für Harmonie und den Körper und die Rhythmen verlieren!!! Ich wünschte, ich hätte früher soviel Aufmerksamkeit für MEIN Frausein entwickelt anstatt mich zu fragen, warum ich DEM Frausein, was mir vorgemacht wird, nicht entspreche und nicht entsprechen will.

    Jedes menstruieren ist ein Teil dessen, was mal ein neues Leben schaffen kann!!!!!!!
    Wow. Denkt mal drüber nach :).

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  19. Hallo,
    Der Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber ich frag trotzdem. Ich habe das Gefuehl dass seit ichs frei laufen lasse meine Mens kuerzer ist. Also mit Tampons gings immer so 5 bis 7 Tage. Jetzt ist am 3. fast schon alles vorbei :) .

    Geht es noch wem so?

    Folgendes fuer die, dies interessiert wie ich frei menstruiere.... Ich benutz beim Arbeiten meist noch eine selbergenaehte Binde. Zu Hause nichts. Manchmal geht was in die Unterhose - kein Schwall aber halt ein paar Troepfchen. Ich hab mir extra so guenstige einfache schwarze Baumwollschluepfer gekauft gibts ja oefter mal im Angebot. Die sind nicht maximal schoen, aber vllt. so als Tip/Einblick welche Hilfmittel andere so benutzen ich kanns empfehlen. Sind ja nur drei Tage wo ich auf die schicken Hoeschen verzichten "muss".

    Lieben Dank an die Autorin fuer die Offenheit. Es ist schoen gleichgesinnte zu finden. Ich hab mich manchmal wie der "ekelige Aussenseiter" gefuehlt weil ich (ja ich gebs zu) meist aus Faulheit/Gleichgueltigkeit keine Monatsartikel benutzt habe. War mir auch Wurscht mich hats ja nich geekelt vor meinem Blut. Hab einfach WC Papier in die Hose gesteckt und wenn ich gemerkt hab es drueckt halt aufs Klo gehuscht. Bin erst spaeter drauf gekommen dass das einen Namen hat ;) und ich damit nicht alleine bin.

    Lieben Dank, weiter so und eine Gute Zeit
    Rebi

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  20. Wahnsinn, ich habe gedacht ich wäre ein Einzelfall. Ich kann das "freie Menstruieren" schon seit Jahren. Bei mir hat es sich einfach so einwickelt, irgendwie hatte ich die Kontrolle über mein menstruieren. Sogar nachts!
    Neu für mich ist es seit heute, dass diese Methode "freies Menstruieren" heisst.

    Ich habe heute mit meinen Kolleginnen gesprochen, die immer dicke Binden zu den O.B.´s benötigen, dass ich meine Menstruation einhalten kann, zwar dafür dann aber obwohl ich nicht urinieren muss, trotzdem die Toilette aufsuche, damit ich das Blut gesteurt ablassen kann. Beide haben mich erstaunt und unglaubwürdig angesehen und mir zu Verstehen gegeben, so etwas gäbe es nicht, gehört hätten sie auch nicht davon. Da habe ich das erste Mal danach gegooglet und bin auf diese Seite gekommen und habe festgestellt, das diese Methode wirklich von mehreren Frauen angewendet wird. Wow...das hat mich sehr gefreut, davon zu lesen.

    Liebe Grüße

    Alida

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  21. Hallo Freya,

    ich bin erst im Zuge meiner Recherchen für meine Bachelorarbeit (die sich unter anderem in diesem Blog äußern wird: https://diemenstruationsbeauftragte.wordpress.com/) zum Thema "Tabuisierung der Menstruation in unserer Gesellschaft" auf die Möglichkeit der freien Menstruation gestoßen und ich muss sagen, dass dein Artikel hier bis jetzt der detailierteste und aufschlussreichste war, den ich bis jetzt dazu gelesen habe. Ich finde des Thema wahnsinnig interessant, vermutlich auch deswegen, weil so unvorstellbar klingt. Ich kann mir im Moment noch nicht vorstellen, das auszuprobieren, vor allem weil ich oft viel unterwegs bin und nicht immer eine Toilette zur Verfügung hätte, wenn ich eine dafür bräuchte. Ich bin momentan absolute Verfechterin der Menstruationstasse und werde auch erst mal dabei bleiben. Wer weiß, vllt. probiere ich ja mal ein bisschen rum, wenn es sich ergibt, dass ich bei meinen nächsten Tagen entspannt zu Hause sein kann. Die Vorstellung, dass das freie Menstruieren möglich sein kann, finde ich mega faszinierend! Ich glaube, dein Vergleich mit dem Urinieren-Lernen, hat bei mir im Kopf einen kleinen Knoten gelöst. :D
    Toller Artikel auf jeden Fall! Weiter so! Wir sollten viel mehr und viel öffentlicher über alles, was mit der Menstruation zu tun hat reden und uns nicht mehr verstecken, nur weil irgendwann mal irgendjemand festgelegt hat, dass es etwas Ekliges ist, dass bitte nur hinter verschlossenen Türen stattfinden soll! ;)

    Liebste Grüße
    Sarah

    <3

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    1. Hallo liebe Sarah, oh bitte entschuldige, dass ich dir bisher noch nicht geantwortet habe. Ich finde das Thema deiner Bachelorarbeit umwerfend und du hast in der kurzen Zeit schon viel Potential auf deinem Blog gezeigt. Das Template ist prima und das Design ebenfalls. Das sieht sehr erfolgversprechend aus. Wenn ich mal wieder Zeit für die Überarbeitung dieses Blogs finde (ich vernachlässige ihn leider schändlich), werde ich deinen Blog hier irgendwo ersichtlich integrieren.
      Ich danke dir für deine Kritik zu dem Artikel. Ich würde ihn jetzt anders schreiben, deswegen ist es dennoch schön zu hören dass er dir weiter geholfen hat und du ihn ausreichend detailliert empfindest.
      Vielleicht hast du gesehen, dass ich plane ein Buch über das Thema zu schreiben. Es gibt zwar bereits eines, aber ich, sowie viele andere Leser, empfinden es als nicht besonders aufschlussreich. Deswegen möchte ich eines erarbeiten, das viele Erfahrungen von verschiedenen Frauen mit einbezieht. Solltest du also dazu beitragen wollen (ich kann auch gern auf dein Projekt und Blog verweisen, wenn du möchtest), kann du mir gern ein paar Worte zu deinen Erfahrungen und Tips für andere Frauen zukommen lassen. Es muss gar nicht zur freien Menstruation sein. Es könnten auch Worte dazu sein, wieso du es spannend findest, bisher aber nicht ausprobieren möchtest. In dem Buch soll sich ja jede Frau wieder finden können.
      Ich kann dir nur den Tip geben, dass du damit, dir damit keinen Stress zu machen, genau auf dem richtigen Weg bist.
      Ich lasse das Blut auch nur dann ab, wenn ich eben eine Toilette in der Nähe habe. Ich trage immer eine Stoffbinde und wenn es eben nicht rechtzeitig klappt mit dem Blut ablassen, dass fängt die Stoffbinde es eben aus. Gerade diese Momente in denen es nicht klappt, sind unheimlich hilfreich für das Körpergefühl. Denn du spürst ganz genau und sehr bewusst die Zeichen deines Körpers bevor das Blut abläuft. Und kannst es dadurch viel besser fühlen und abschätzen, wenn du dann die Zeit und Toilettennähe hast.
      Man kann total entspannt einfach zu Hause ein paar Stunden anfangen. Nur um Erfahrungen zu sammeln, wenn man möchte.
      Mir selbst liegt die Menstruationstasse nicht so sehr. Aber ich finde sie ebenso wie du auch großartig und empfehle sie sehr gern. Für viele ist sie einfach der unkomplizierteste Weg und ich finde wunderbar dass es so eine Möglichkeit gibt, die kostengünstig, umweltfreundlich und gesund für das Vaginalklima ist. Und toll daran finde ich, dass Frauen und Mädchen auch hier in Kontakt mit ihrer Blutung kommen und es nicht so anonym ignoriert werden kann. Dadurch kann die Scham auch ein bisschen abgebaut werden und es wird als natürlicher empfunden.
      Also, wie gesagt, wenn du möchtest kannst du gern ein paar Worte dazu schreiben, wieso die freie Menstruation für dich nichts ist. Aber das Buchprojekt ist noch ein Weilchen hin, da ich in der Sammlungsphase bin. Ich kann dich gern noch mal dazu befragen, wenn es konkreter geworden ist.
      Sei lieb gegrüßt Sarah und danke für deinen Kommentar. Deinen Blog werde ich im Auge behalten :)

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  22. Ich lese hier gerade zum allerersten Mal von 'freier Menstruation' und kann mir sehr gut vorstellen, dass es funktioniert. Ich benutzte bisher Einweg-Slipeinlagen. Die dünnen Einlagen reichten mir vollkommen, weil sich das Blut immer erst auf der Toilette entleerte. Vor den Geburten benutzte ich Tampons und hatte häufig Scheidenpilzinfektionen. Das empfand ich als echte Einschränkung der Lebensqualität. Aber darauf gekommen, die Tampons wegzulassen, bin ich nicht. Nach den Geburten war meine Vagina so trocken, dass Tampons viel zu unangenehm waren. Außerdem fing ich nach der Rückbildung mit wöchentlichem Beckenbodentraining an und ich denke, damit einher ging dann auch die Kontrolle der Blutentleerung. Ich hatte hier echt gerade ein Aha-Erlebnis! Danke dafür!

    Woher hast Du die Informationen bezüglich des sich anstauenden Blutes und den wehenartigen Krämpfen? Gibt es da Quellenangaben? Wieso lernt man sowas nicht im Biounterricht?!

    Vor etwa 4 Wochen las ich übrigens zum ersten Mal von Menstruationstassen, ich habe mir eine bestellt und habe sie auch schon ausprobiert. Sie funktioniert grandios gut. Ich werde mir also für die Zukunft ein paar waschbare Slipeinlagen kaufen und bin zusammen mit der 'willentlichen Entleerung' und dem Cup (für die stärkeren ersten Tage) super ausgerüstet.

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